That‘s me

Fotoprojekt zur Persönlichkeitsstärkung von Jugendlichen


Anlässlich des diesjährigen bundesweiten Diversity Tages am 31. Mai wurde in der Region Niederrhein ein besonderes Projekt auf den Weg gebrachte, denn die Vielfalt in der Gesellschaft zu fördern, ist für uns hier und im gesamten IB immer Vision und Auftrag zugleich. Warum also nur eine Veranstaltung im Jahr planen? Vielmehr sollte der Diversity Tag den Auftakt für eine ganzjährige Veranstaltungsreihe geben. Gepaart mit Kultur und Jugendarbeit, kam der Gedanke, ein Fotoprojekt ins Leben zu rufen, das Jugendliche ab 13 Jahren, die sich in ihrer Genderidentität noch nicht sicher sind oder sich bereits im Bereich LGBTIQ+ bewegen, in ihrer Identitätsentwicklung unterstützt.

Für die Durchführung und künstlerische Begleitung konnte die Klever Fotografin Kirsten Becken gewonnen werden, die sich in ihren Werken bereits mit dem Thema weibliche Identität auseinandergesetzt gesetzt hat und sofort von der Schwerpunktsetzung Diversity unseres Projekts inspiriert war. Darüber hinaus kooperierten wir mit dem Verein Together, der in der Region LGBTIQ+ Treffpunk-te für junge Menschen anbietet.

Mitte Mai war es dann endlich soweit: Das Projekt startete zunächst in der Be-triebstätte in der Pannofenstraße in Kleve mit einer noch verhaltenen Vorstel-lungsrunde: „Welche Möglichkeiten haben wir denn heute uns darzustellen?“ wurde als Frage in den Raum geworden. „Alles was ihr wollt – euch sind keine Grenzen gesetzt“ war nicht nur die Antwort auf die Frage, sondern auch das Motto der Veranstaltung.

Zu Fuß ging es dann gemeinsam in das nahe gelegene Fotostudio. Drei Teilnehmende fuhren jedoch mit dem eigenen PKW und kamen gerade soeben mit ei-nem platten Reifen an. „Das ist Männerarbeit“ stellte Transjunge Milan fest und holte den Wagenheber aus dem Kofferraum.

Wenig später war nicht nur der Reifen gewechselt, sondern auch das Eis in der Gruppe gebrochen. In der ersten Gesprächen berichteten einige Teilnehmende, dass sie bereits im Kindesalter spürten, dass bei ihnen etwas anders war und wie es auch ihre Familien realisierten: „Als ich bei KIK in Schreikrämpfe verfiel, weil ich kein T-Shirt aus der Jugendabteilung bekam, schnallte es auch meine Mutter“ erzählte Ilay, der schon mit neun Jahren wusste, dass er kein Mädchen war.

Im Fotostudio angekommen ging es auch gleich kreativ zu. Mit einer guten Portion Experimentierfreude und viel Spaß an der Aktion zeichneten, bastelten und posierten die Teilnehmenden vor der Kamera oder nahmen diese auch selbst in die Hand. Ein Tag und über 100 Bilder, da fiel es schwer, die 15 besten Bilder auszusuchen. Doch die Ergebnisse lassen sich sehen: Vom 04. Juni bis zum 10. Juni fand eine Ausstellung in der IB-Betriebsstätte Pannofenstraße in Kleve statt.

 

 

Sie möchten die Ausstellung gerne in Ihre Stadt holen?

Zur Klärung damit ver-bundener Fragen und Terminierung wenden Sie
sich an Nicole Berson (nicole.berson@ib.de).